CDU Murg trauert um Wilfried Zimmermann
Unser mit Abstand langjährigstes CDU-Mitglied, der allseits geehrte Wilfried Zimmermann, ist 79-jährig gestorben. (Bild bei Ehrung 2008)
Herr Zimmermann war seit 63 Jahre Mitglied der CDU, hat sich 28 Jahre
im Gemeinderat Murg engagiert, wovon er 24 Jahre
Bürgermeisterstellvertreter war. Er hat die Gemeinde Murg ganz
massgeblich mitgestaltet und war darüber hinaus in örtlichen Vereinen
über Jahrzehnte, auch als Vorsitzender, aktiv.
Die CDU Murg trauert um Wilfried Zimmermann und wird ihm ein ehrendes
Andenken bewahren.
Der Bericht über die Ehrung zu 60 Jahren CDU ist > hier < zu finden.
In hervorragender Weise beschreibt ein Artikel aus der Badischen Zeitung das Leben Zimmermann's:
Das Herz Zimmermanns schlug für die MenschenFrüherer Bürgermeisterstellvertreter 79-jährig gestorben.
Als Wilfried Zimmermann sich anno 1999 entschloss, am Ratstisch Platz zu machen für Jüngere, verlor die Murger Kommunalpolitik eine ihrer Säulen. 28 Jahre im Gemeinderat, davon 24 als Bürgermeisterstellvertreter: Als ein Vorbild an Verlässlichkeit, Gradlinigkeit und Integrität hatte der Christdemokrat die Entwicklung der Gemeinde mitgeprägt.
Auch als Vorsitzender der Sozialstation Heilig Geist und des Männerchors Murg engagierte sich der gelernte Industriekaufmann im Ehrenamt. Am Samstag ist Zimmermann mit 79 Jahren und "nach einem reichen Leben in Frieden heimgegangen", wie seine Angehörigen um Ehefrau Ingrid es formulieren. Beruflich setzte sich Zimmermann als Betriebsleiter der damaligen Firma Penn-Gold-Zack erfolgreich dafür ein, dass mit BST (Berger-Seiba-Technotex) eine Nachfolgelösung gefunden werden konnte (heute Global Safety Textiles).
Zimmermann, der in vielen Belangen in die Fußstapfen seines Vaters Alfons trat, wurde mit der Goldenen Verdienstmedaille der Gemeinde Murg, der Verdienstnadel des Gemeindetags Baden-Württemberg sowie 2004 mit der Ehrenmedaille in Silber des Landkreises Waldshut für sein kommunalpolitisches und soziales Lebenswerk ausgezeichnet.
Ein Aufhebens um seine Leistungen und Verdienste hat er aber nie gemacht. Vielmehr zeigte er sich bei seinem Abschied von der kommunalpolitischen Bühne "glücklich und dankbar", dass er die Gemeinde habe mitgestalten dürfen. Vor allem auch eine lehrreiche Zeit sei es für ihn gewesen. "Man wird ja mit den unterschiedlichen Problemen konfrontiert, erfährt, wo den Bürger der Schuh drückt", so Zimmermann damals zur BZ. Diese Erfahrungen hätten sich denn auch "positiv auf meine eigene Persönlichkeitsentwicklung ausgewirkt". Bei alledem habe er sich stets an die Prämisse gehalten, "ehrlich zu sein und nichts zu versprechen, was man nicht halten kann". Die Wählerinnen und Wähler würdigten dies stets mit hohen Stimmenzahlen.
Die Kommunalreform, die gewerbliche Entwicklung der Gemeinde, den Ausbau der Infrastruktur in Sachen Wasser und Abwasser, die Investitionen in Schulen und Kindergärten, den Bau der Murgtalhalle, das betreute Seniorenwohnen und die Umgestaltung des Vinzentiushauses in ein Pflegeheim nannte er als Schwerpunkte in seiner Amtszeit unter den drei Bürgermeistern Walter Honer, Norbert Bernauer und Michael Schöke. Beim Abgang 1999 schrieb Zimmermann den Nachfolgern noch die dringliche Sanierung des Freibads ins Aufgabenheft.
"Ehrlich sein und nichts versprechen, was man nicht halten kann."
Unvergänglich sind Zimmermanns Verdienste um die Sozialstation, zu deren Mitbegründern er 1978 gehörte und deren Erfolgskurs er von 1994 bis 2006 als Vorsitzender steuerte, ehe er das Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. "Sein Herz tickt für die Menschen und er hat ein Faible für Menschen, die Hilfe brauchen", sagte der damalige Laufenburger Pfarrer Wolfgang Auer. Der Caritasverband Hochrhein zeichnete den Murger mit der Ehrennadel in Gold des Deutschen Caritasverbandes aus.
14 Jahre (bis Ende der 1970er) trug Zimmermann auch im Männerchor Murg an vorderster Stelle Verantwortung; 1980 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt, 2004 für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. 34 Jahre gehörte er dem Vorstand des Vinzentiusvereins an. Im Gründungsjahr 1948 trat Zimmermann der CDU bei, die ihn 2008 nach sechs Jahrzehnten in der Partei ehrte. Für mehr als 50 Jahre im Verein ehrte ihn 2001 auch der SV Blau-Weiß. Für ein halbes Jahrhundert der Mitgliedschaft würdigte ihn im Mai 2007 die DLRG-Ortsgruppe, für 40 Jahre im April 2010 der Turnverein. Nach dem Krieg hatte Zimmermann 1947 unter Pfarrer Eugen Sauer auch die Katholische Jugend in Murg mitbegründet.
Artikel: Winfried Dietsche, Badische Zeitung, erschienen 15.11.2011
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