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St.Vinzentius-Seniorenheim fühlt sich kontrolliert

Vinzesiusverein

Um auf die Problematik in der Altenpflege aufmerksam zu machen, wandte sich der St. Vinzentiusverein aus Murg an den CDU-Landtagsabgeordneten Felix Schreiner (Dritter von rechts). Bei dem Gespräch mit dabei waren (von links): CDU-Vorsitzender Otto Frommherz, Guido Wiesler, Gabi Flügel vom Seniorenheim St. Vinzentius, Heimleiterin Rosa Wiesler, Bürgermeister Adrian Schmidle und der stellvertretende Vorsitzende des St. Vinzentiusvereins, Martin Rufle. Bild: Susanne Kanele

Die Dokumentationspflicht in der Altenpflege behindert eher als sie nutzt, findet Rosa Wiesler, Leiterin des St.Vinzentius-Seniorenheims in Murg. Sie ist genervt davon und wandte sich an den CDU-Landtagsabgeordneten Felix Schreiner, der auch in der Enquetekommission Pflege mitarbeitet. Am Montag kam er dem Wunsch nach und setzte sich mit der Heimleitung und den Mitgliedern des St. Vinzetiusvereins an einen Tisch, um die Problematik zu besprechen. Ebenfalls bei dem Gespräch mit dabei waren Bürgermeister Adrian Schmidle sowie Vorsitzender Otto Frommherz und Guido Wiesler vom CDU-Ortsverband Murg. „Die regelmäßigen Prüfungen nehmen uns sehr in Anspruch“, eröffnete Rosa Wiesler das Gespräch. Denn sie bedeuten Stress sowohl für die Bewohner als auch für die Mitarbeiter. „Bisher hatten wir stets das Gefühl von Kontrolle“, so Wiesler weiter. „Inzwischen müssen wir auch alles dokumentieren“, sagt sie. In einem Fall hatte die Heimleitung während einer Prüfung eine Dokumentation ausgelassen. „Und das gab prompt eine schlechte Note in einem Bereich, bei dem uns die Bewohner und deren Angehörigen immer eine gute Arbeit bestätigt haben“, war Rosa Wiesler enttäuscht. „Es hat den Anschein, dass der gute Noten bekommt, der gut dokumentiert und nicht der, der gut pflegt“, so Martin Rufle, stellvertretender Vorsitzender des St. Vinzentiusvereins. Auch der Personalschlüssel habe sich in den vielen Jahren seit Bestehen des Heimes nie verändert. „Aber die Arbeit wird immer mehr“, sagt die Heimleiterin. „Die Arbeitszeit reicht selten, um der gesamten Dokumentationspflicht nachzukommen“, so Wiesler weiter. Der Dokumentationspflicht nach jedem Handgriff nachzukommen, wie es eigentlich Pflicht wäre, lässt sich im Arbeitsalltag nicht umsetzen.
„Die Pflege befindet sich rasant im Wandel“, so der Landtagsabgeordnete Felix Schreiner. In den kommenden 20 Jahren werden 60 000 Pflegeplätze fehlen, malt Schreiner ein düsteres Zukunftsbild. „Was dokumentiert werden muss, ist eine politische Entscheidung und da müssen wir mutiger werden“, sagt er. Seiner Meinung nach müssten die Dinge dokumentiert werden, die nicht funktionieren, statt jeden Schritt, der gemacht worden ist. Und was den zunehmenden Arbeitsaufwand angehe, müsse sich die Politik Gedanken machen. „Die Pflegeherausforderung kann nicht mit Ehrenamtlichen gestemmt werden“, ist der Landtagsabgeordnete der Meinung. „Die Bezahlbarkeit der Pflege wird eine große Herausforderung sein“, ist sich Schreiner sicher.
(Quelle Südkurier, Ausgabe 15.07.2015)


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